Das jüdi­sche Mainz

Das jüdi­sche Mainz

Die über den ver­blie­benen Grund­mauern errich­tete Tafel in der Mar­ga­re­then­gasse erin­nert an die ortho­doxe Syn­agoge, die an dieser Stelle von 1879 bis 1942 stand. (Foto: Julia Brandt)

Im Rahmen des Pro­jektes Digi­tale Rekon­struk­tion der Bres­lauer Syn­agoge befassen sich die Mit­ar­beiter des AI Mainz bereits intensiv mit dem Thema der deutsch-jüdi­schen Lebens­welten in ehe­ma­ligen deut­schen Ost­ge­bieten. Auch Mainz hat eine beson­dere Bedeu­tung für die jüdi­sche Gemein­schaft. Das weiß Kathrin Dupré, Mit­ar­bei­terin der Hoch­schule Mainz und enga­giertes Mit­glied im Verein Geo­gra­phie für alle. Sie zeigte uns geschichts­träch­tige Orte des jüdi­schen Mainz die wir zwar kannten, aber noch nicht bewusst erlebt haben. Einer dieser Orte befindet sich in der heu­tigen Vor­deren Syn­ago­gen­straße, wo 1673 die erste Mainzer Syn­agoge ein­ge­weiht wurde. Der ehe­ma­lige Ver­lauf der benach­barten Juden­gasse kann heute noch durch die Gestal­tung der Pflas­ter­steine am Kreu­zungs­punkt zur Kla­ra­straße nach­voll­zogen werden. In unmit­tel­barer Nach­bar­schaft wurde 1879 die von dem Mainzer Stadt­bau­meißter Eduard Kreyßig ent­wor­fene ortho­doxe Syn­agoge ein­ge­weiht.

Seit 2010 steht am heu­tigen Syn­ago­gen­platz in der Neu­stadt die Neue Mainzer Syn­agoge. Nachdem wir diese von außen bewun­dern durften endete die Stadt­füh­rung bei einem Neu­stadteis und mit ange­regter Dis­kus­sion über unser jüdi­sches Erbe.